08. Spieltag: 1. SV Oberkrämer II - Post SV Zehlendorf 1:1 (0:0)

24.10.2020

Max Kammann (TW)
Louis Klauke (61. Niklas Rösler)
Manuel Wruck
Tobias Radtke
Christoph Kurzius (46. Simon Pfannes)
Janes Dierks (83. Steven Plaster)
Jeremy Nowak
Nico Bukowski (C, 61. Philipp Jilg)
Noel Leinert (1)
Ramon Kaubek (88. Maximilian Persicke)
Marcel Deppe
Mathias Ramlow (TW)
Andre Kräft
Karl Felix Heinz
Marek Krickhahn
Ricardo Splittgerber (39. Marcel Krebs)
Thomas Schueler (64. Martin Rösch)
Vincent Gollasch
Felix Fischer (C)
Heiko Schultz
Sebastian Juers (1)
Jan Paul Winkelmann (64. Dustin Walke)
Trainer: Kay Kretschmann
 
Trainer: Martin Karakaya,
Christian Maaß, Serjoscha Rösler
Schiedsrichter: Michael Kähler,
Andre Sachse, Hendrik Ihm
Zuschauer: 40
 

Erster Heimsieg denkbar knapp verpasst

Am 8. Spieltag hatte der Aufsteiger nach dem Überraschungscoup in Glienicke in der Vorwoche mit dem PSV Zehlendorf erneut ein dickes Brett aus der oberen Tabellenhälfte zu bohren. Die Gäste, ein routiniertes und etabliertes Team in der Kreisliga, liefen vom Start weg den SVO extrem hoch an, der dadurch zunächst enorme Probleme hatte, in einen kontrollierten Spielaufbau zukommen. Lediglich zwei Halbchancen durch N. Leinert konnten auf der Habenseite (6./vorbei, 11./gehalten) verbucht werden.

Zehlendorf spielbestimmend, versuchten dazu noch mit rustikaler Zweikampfführung dem SVO im Mittelfeld den Schneid abzukaufen. Infolgedessen musste der SVO ein ums andere Mal das Spiel nach vorne mit langen Bällen ankurbeln. Leider erreichten nur wenige dieser Bälle ihren Adressaten, so dass die Offensive einige Zeit in der Luft hing. Zehlendorf konnte durch seine, zumindest optische Überlegenheit, jedoch kein Kapital schlagen, weil die erneut sehr aufmerksam agierende Viererkette des SVO so gut wie nichts zuließ. Lediglich eine Halbchance konnte für die Gäste notiert werden (19./gehalten).

So entwickelte sich immer mehr eine doch recht zähe Partie zwischen den Strafräumen ohne nennenswerte Torannnäherungen. Erwähnenswert lediglich ein Abschluss von N. Leinert (32./gehalten) und ein zurecht nicht gegebenes Abseitstor der Gäste (34.). Das Spiel plätscherte Richtung Pause dahin, als erneut ein Schuss von N. Leinert geblockt (42.) und ein Freistoß von N. Bukowski (45.) vom Gästetorwart gehalten wurde, und für kurze Aufregung sorgte. Danach ging es in die Pause.

Der PSV Zehlendorf schaffte es trotz optischer Vorteile nicht, wirkliche Torgefahr zu generieren und agierte in der Offensive viel zu statisch und zu viel mit langen Bällen, um die Defensive des SVO wirklich ernsthaft zu fordern. Aber auch der SVO tat sich immens schwer, kontrolliert ins letzte Drittel zu kommen. Wirklich gefährliche Szenen blieben in der ersten Hälfte eine absolute Ausnahme.

Das änderte sich schlagartig mit Beginn der zweiten Hälfte, als fast zwangsläufig eine Soloeinlage von N. Leinert den Aufsteiger in Führung brachte. Nach nicht einmal zwei Zeigerumdrehungen schnappte sich N. Leinert die Kugel in Höhe der Mittellinie, ließ drei Zehlendorfer gekonnt stehen und jagte das Leder aus gut 18m zum 1:0 in den Winkel (46.). Der Gästekeeper war absolut chancenlos.

Das Spiel hatte durch diesen frühen Führungstreffer eine neue Ausgangslage bekommen und gewann sofort an Fahrt. Die Gäste agierten mit einer riskant hochstehenden 3er Kette, mit der der SVO geradezu zum Kontern aufgefordert wurde. In einem dieser Konter verpasste es R. Kaubek das 2:0 nachzulegen, weil er knapp zu hoch zielte (53.).

Die Gäste zwar mit mehr Ballbesitz, aber doch recht unkreativ in ihren Offensivbemühungen. Der SVO zog sich clever zurück und wartete auf schnelle Umschaltbewegungen. Bezeichnenderweise war es ein Freistoß, der SVO Goalie M. Kammann zumindest etwas Beschäftigung verschaffe (61./gehalten). Der SVO setzte aus einer sicheren Defensive heraus weiter auf Konter und die waren brandgefährlich.

Erneut zielte N. Leinert vom Elfmeterpunkt knapp am langen Pfosten vorbei (64.) und nach einer flachen und scharfen Hereingabe von R. Kaubek grätschte ein Verteidiger der schwarzgelben Gäste den Ball an den eigenen Pfosten, den Abpraller setzte der wohl überraschte S. Pfannes über das Tor (70.).

In dieser Szene viel Glück für Zehlendorf, es wäre wohl die Entscheidung gewesen. So blieb der Gast im Spiel, auch nach einem Freistoß von J. Dierks (71./gehalten). Die Gäste schienen den Weckruf verstanden zu haben und erhöhten jetzt die Schlagzahl. Prompt wurden sie zwingender (77./drüber, 78./gehalten, 78./geblockt).

So kam dann es leider, wie es kommen musste. Der Gast kombinierte sich zum ersten Mal in den Strafraum des SVO und erzielten den nicht unverdienten Ausgleich (81.). Bitter für den SVO so kurz vor Ultimo. Aber wieder nach einem feinen Konter stand R. Kaubek frei vor dem Gästekeeper, der reaktionsschnell den Lucky Punch des SVO verhindern konnte (85.).

So blieb es beim am Ende durchaus leistungsgerechten 1:1. Jedes Team hatte seine starken Momente. Die Gäste durchaus mit mehr Spielanteilen, der SVO mit den besseren Chancen und verpasste es, den Deckel frühzeitig draufzumachen, holte jedoch zumindest ein Punkt gegen einen unangenehmen und etablierten Gegner.

Der Aufsteiger sollte mit dem dritten Spiel in Folge ohne Niederlage mit genug Selbstvertrauen am nächsten Samstag die weite Fahrt zum Tabellennachbarn Fürstenberg antreten, um dort zu bestehen.

Dirk Kautz