09. Spieltag: SV Fürstenberg - 1. SV Oberkrämer II 1:3 (0:2)

31.10.2020

Justin Albrecht (TW)
Norwin Poiela (75. Robin Marlow)
Piet Lubitz (84. Kevin Sauer)
Fabian Hartwig
Maximilian Dierberg
Nico Banowski (1)
Ole Schönfuß
Justin Adam
Toni Kosminsky
Willy Havenstein (76. Tim Huth)
Peter Eichhorn (C)
Max Kammann (TW)
Manuel Wruck
Tobias Radtke
Christoph Kurzius (1, 81. Serjoscha Rösler)
Janes Dierks
Jeremy Nowak
Nico Bukowski (C, 1, 89. Denny Brychcy)
Philipp Jilg (74. Tobias Goebel)
Markus Woltersdorf
Niklas Rösler (46. Louis Klauke)
Ramon Kaubek (1)
Trainer: Christoph Schiller
 
Trainer: Martin Karakaya,
Christian Maaß, Serjoscha Rösler
Schiedsrichter: Michael Kähler,
Andre Sachse, Hendrik Ihm
Zuschauer: 71
 

Früher Doppelschlag entscheidet Abnutzungskampf

Am 9. Spieltag musste die SVO Reserve zum schweren und richtungsweisenden Auswärtsspiel nach Fürstenberg. Die Wasserstädter hatten in der Vorwoche überraschend beim 3:0 gegen Velten II ihren ersten Saisonsieg gefeiert und waren bis auf drei Punkte an den SVO herangerückt, der mit der Empfehlung von drei Spielen ohne Niederlage angereist war. Es sollte das erwartet kampfbetonte Spiel werden, doch der Reihe nach.

Der SVO kam gut in diese wichtige Partie und erarbeitete sich schon in der ersten Minute zwei Eckbälle, hatte aber Glück, dass nach einem Stellungsfehler der Fürstenberger Angreifer freistehend im Strafraum zu hoch zielte (5.). Die Gäste hatten Pech, als N. Bukowski aus halbrechter Position den Freistoß an den Pfosten setzte (7.).

Bei der nächsten vielversprechenden Gelegenheit gelang schon die erhoffte frühe Führung, R. Kaubek bekam im Zentrum die Kugel, verschaffte sich dann etwas Platz und zog von der Strafraumgrenze ab. Bei seinem flachen und abgefälschten Schuss zum 1:0 ins Eck war der Goalie ohne Abwehrchance (9.).

Die Blaugelben legten umgehend nach. R. Kaubek wurde im Strafraum von den Beinen geholt, der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. C. Kurzius trat an und verwandelte gewohnt sicher zum 2:0 für den SVO (14.).

In der Folge versuchte der Gastgeber durch robust geführte Zweikämpfe Härte ins Spiel zu bringen, um dem SVO den Schneid abzukaufen. Viele Freistöße störten den Spielfluss, ehe Fürstenberg die nächste Gelegenheit hatte, M. Kammann konnte aber den Kopfball aus kurzer Distanz klasse abwehren (25.).

Der SVO tat nicht wirklich viel, aber das reichte die durchaus bemühten Gastgeber vom eigenen Gehäuse wegzuhalten. Da der SVO auch für die Offensive nur wenig tat, spielte sich viel zwischen den Strafräumen ab. Der Unparteiische versuchte mit einigen gelben Karten die ruppiger werdende Partie zu beruhigen. Das Spiel sehr zerfahren, der SVO, immer um Ordnung bemüht, ließ den Ball in den eigenen Reihen gut laufen. Kurz vor der Pause war es bezeichnenderweise ein Freistoß von N. Bukowski, der denkbar knapp am Pfosten vorbeistrich (44.). Kurze Zeit später ging es in die Pause (45.+2).

In Durchgang zwei setzten die Gastgeber das erste Ausrufezeichen (53./gehalten). Der SVO tat weiterhin nicht mehr als nötig und ließ sich etwas tiefer fallen, ohne aber das die Wasserstädter Druck aufbauen konnten, da die Defensive des SVO konzentriert gegen den Ball arbeitete.

Die Partie immer wieder mit unruhigen Phasen und vielen kleinen Fouls auf beiden Seiten. Aber auch verbale Aussetzer auf Fürstenberger Seite, die dann, wenig verwunderlich, in einem Kartenfestival ihren Höhepunkt fanden. Zunächst durften zwei Fürstenberger mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen (70.), anschließend protestierte der Fürstenberger Coach wohl zu heftig und erhielt die rote Karte (73.). Als auch noch R. Kaubek nach einem eher Allerweltsfoul die Ampelkarte sah, war viel Platz auf dem Rasen (74.).

In dieser Phase wurde eher wenig Fußball gespielt. Immer wieder wurde von Seiten der Gastgeber versucht, verbal Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Das sehr junge, jedoch sehr souverän wirkende Schiedsrichtergespann war trotz der (berechtigten) Kartenflut jederzeit Herr der Lage und verteilte angemessene persönliche Strafen auf beiden Seiten.

So plätscherte die Partie mit mal mehr, mal weniger Fußball in Richtung Schlussphase, ehe der SVO höchst selbst den in Unterzahl spielenden Gastgeber unverhofft ins Spiel zurückbrachte. Nach einem Kopfball aus Nahdistanz stand es plötzlich nur noch 1:2 (81.). Die Hektik erhöhte sich nochmal, aber der SVO behielt diesmal weitgehend die Übersicht und damit Fürstenberg vom eigenen Tor weg.

Die insgesamt doch recht biederen Gastgeber konnten keine nennenswerten Chancen mehr kreieren. Im Gegenteil, der eingewechselte L. Klauke wurde nach einer schönen Einzelaktion im Strafraum von den Beinen geholt. Es gab erneut Elfmeter für den Aufsteiger. N. Bukowski übernahm Verantwortung und stellte entscheidend auf 3:1(88.). Nach einer dreiminütigen Nachspielzeit war dann Schluss.

Ein immens wichtiger Sieg für den Aufsteiger, der pragmatischen Fußball zeigte und aus einer sicheren Defensive heraus zum richtigen Zeitpunkt die entscheidenden Nadelstiche setzte und den zweiten Auswärtssieg in Folge feiern konnte. Im letzten Spiel vor der Coronapause schob sich der SVO noch einen Platz nach oben und verschafft sich weiter Luft im Keller.

Dirk Kautz