13. Spieltag: 1. SV Oberkrämer II - FSV Forst Borgsdorf II 3:2 (1:0)

30.11.2019

Pascal Winkens (TW)
Maik Gräber
Tobias Radtke (1)
Marcel Deppe
Christoph Kurzius
Janes Dierks (66. Simon Pfannes (1))
Jeremy Nowak
Nico Bukowski (C)
Ramon Kaubek
Shawn-Noël Soleil (1, 84. Tom Lambeck)
Denny Brychcy (71. Simon Bredenbeck)
Alexander Bluhm (TW)
Stephan Walter
Patrick Waldmann (C, 83. Benjamin Witt)
Markus Binder (1)
Enrico Dünze (58. Dominik Junker)
Manuel Krebs
Steven Böttcher
Jeremy Wunderlich (1)
Dirk Flederich
Alexander Hamilton
Konstantin Herrmann
Phillipp Koslitz, Sebastian Weidhaas
 
Peter Holland
 
Schiedsrichter: Julian Quirin (Oranienburg) Zuschauer: 27

Sieg im 6-Punkte-Spiel

Am heutigen 13. Spieltag kam es zum Showdown der beiden momentan führenden Teams. Der Tabellenzweite Oberkrämer empfing den Ligaprimus aus Borgsdorf und hatte bei einem Sieg die Chance, den Rückstand auf zwei Punkte zu verkürzen.

Nach dem doch schwachen Derbyauftritt bei der 1:4 Pleite von vor einer Woche gegen Bärenklau war der SVO-Reserve von Beginn an anzumerken, das sie sich rehabilitieren wollten. Bissig und konzentriert in den Zweikämpfen, gepaart mit hohem Anlaufen der Defensive wurde versucht, den Gästen gleich zu Beginn den Schneid abzukaufen. Trotzdem entwickelte sich zunächst ein Spiel mit ausgeglichenen Spielanteilen in der neutralen Zone. Beiden Teams war der Respekt voreinander anzumerken. Nennenswerte Offensivaktionen waren in dieser Phase des Spiels eher Mangelware.

Gleich der erste gelungene Angriff erbrachte aber die erhoffte frühe Führung für den SVO. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte wurde schnell umgeschaltet, S. Soleil wurde mit einem schönen Pass von N. Bukowski auf die Reise geschickt. Dieser setzte sich im Laufduell problemlos durch und überlupfte mit seinem eher schwachen rechten Fuß gekonnt den herausstürzenden TW der Gäste zum 1:0 für den SVO (14.). Der SVO gewann dadurch noch mehr an Sicherheit und ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen. N. Bukowski kam im Strafraum zum Abschluss und traf das Außennetz (21.).

Kurze Zeit später musste eigentlich schon das 2:0 fallen, als nach einem Durcheinander im Gästestrafraum S. Soleil zweimal völlig unbedrängt zum Abschluss kam. Für den bereits geschlagenen Goalie rettete zunächst der Innenpfosten, beim zweiten Versuch war der Schlußmann wieder auf den Beinen und konnte stark den zweiten Einschlag verhindern (27.).

Der Tabellenführer fand zu diesem Zeitpunkt offensiv schlichtweg nicht statt und agierte auffallend viel mit langen Bällen, die in dieser Phase eine sichere Beute der aufmerksamen SVO-Defensive wurden. Im letzten Drittel der ersten Halbzeit kam der Gast dann doch noch etwas besser ins Spiel und konnte zwei Abschlüsse verzeichnen. Beide jedoch außerhalb des Strafraums, die aber keine wirkliche Prüfung für SVO Torwart P. Winkens darstellten (36./37. gehalten). Ohne weitere Highlights ging es dann in die Kabinen.

Kurz nach Wiederanpfiff kam nach einem Einwurf erneut S. Soleil im Strafraum zum Abschluss und traf die Latte des Gästetores, den Abpraller jagte dann T. Radtke aus kürzester Entfernung humorlos zum 2:0 für den SVO in die Maschen (48.). Der SVO hielt dann durch Ballbesitzphasen die Gäste weitestgehend vom eigenen Tor weg und versuchte seinerseits eigene offensive Akzente zu setzen. C. Kurzius prüfte den Torwart der Gäste (59.).

Umso überraschender zu diesem Zeitpunkt dann der Anschlusstreffer des Tabellenführers, als nach einem kurzen Durcheinander in der SVO Abwehr und einem schönem Schlenzer in den Winkel es plötzlich nur noch 2:1 stand (62.). Aber im Gegensatz zur Vorwoche präsentierte sich der SVO deutlich stabiler und ballsicherer. Und konnte sich so einer drohenden Druckphase des Ligaprimus entziehen.

Das Spiel nun komplett ausgeglichen, aber mit nur wenigen Aktionen in unmittelbarer Tornähe. Einer der wenigen Chancen nutzte zunächst der SVO, als S. Soleil im Strafraum den kurz zuvor eingewechselten S. Pfannes bediente, der die Kugel überlegt ins lange Eck schob und per Jokertor auf 3:1 stellte (73.). Aber quasi im Gegenzug nach einer kleinen Unordnung in der SVO Defensive und einem Schuss ins Eck hielt sich der Tabellenführer mit dem 3:2 weiter im Spiel (74.).

Auf die nun von allen erwartete Schlussoffensive der Borgsdorfer wurde vergeblich gewartet. Zu viel operierten die erstaunlich einfallslosen Borgsdorfer mit langen Bällen. Überraschungsmomente oder auch ein "All in" blieben aus. Einige kleinere Fouls auf beide Seiten bremsten zudem Spielfluss, was eher dem SVO in die Karten spielte. Brenzlige Situationen konnten hüben wie drüben nicht mehr notiert werden. Nach einer dreiminütigen Nachspielzeit war dann Schluss.

Die SVO-Reserve sicherte sich verdient einen eminent wichtigen Dreier gegen den Tabellenführer aus Borgsdorf und ist wieder auf Schlagdistanz dran. Gleichzeitig rehabilitierte sich das Team eindrucksvoll für die schwache Derbyvorstellung vor einer Woche und wahrte zudem seinen Nimbus als heimstärkstes Team der Liga. Erst im März des nächsten Jahres geht es weiter. Zum Rückrundenstart geben die Falkenthaler Füchse als Tabellendritter ihre Visitenkarte ab.

Dirk Kautz