11. Spieltag: 1. SV Oberkrämer II - SpG Krewelin/Zehdenick 5:1 (2:0)

09.11.2019

René Heyer (TW)
Simon Pfannes (56. Louis Klauke (75. Tom Lambeck))
Marcel Deppe
Markus Woltersdorf (46. Paul Haß)
Christoph Kurzius (1)
Janes Dierks
Jeremy Nowak
Nico Bukowski (C)
Ramon Kaubek (1)
Shawn-Noël Soleil (3)
Maik Gräber
Martin Winkelmann (TW)
Steven Neuendorff
Robert Zühlke
Florian Klicks
Fabian Wegener
Alexander Liese
Stefan Gorzelany
Kevin Krüger
Andy Hoffmann
Tobias Seeger (C, 1)
Jan Thiele (86. Oliver Hempel)
Phillipp Koslitz, Sebastian Weidhaas
 
Kevin Klückmann
 
Schiedsrichter: Andre Sachse (Velten) Zuschauer: 13

Erfolgsserie durch standesgemäßen Sieg ausgebaut

Am heutigen Samstag empfing die SVO-Reserve als momentan heimstärkstes Team der Liga das bisherige Überraschungsteam der SpG Krewelin/Zehdenick. Vom Start weg zog sich der Gast wie erwartet tief in die eigene Hälfte zurück und wollte sich augenscheinlich zunächst auf die Defensive konzentrieren. Dieser Plan konnte aber nach nicht einmal einer Zeigerumdrehung ad acta gelegt werden, als N. Bukowski den freistehenden R. Kaubek bediente. Dieser zog sofort ab und der Goalie ließ die Kugel nach vorne prallen. S. Soleil schaltete am schnellsten und staubte zum frühen 1:0 (1.) ab. Im Gegensatz dazu befand sich die Gästeabwehr wohl noch im Tiefschlaf und bescherte dem SVO einen Blitzstart.

Das nun erwartete Offensivfeuerwerk blieb aber nun zunächst aus, auch weil der Gast trotz des sehr frühzeitigen Rückstands nicht von seiner defensiven Taktik abrückte und zeitweise mit einer tiefstehenden 5er Kette gegen den Ball verteidigte, was die Räume im Zentrum sehr eng machte. Der nominell einzige Angreifer hielt sich kurz vor der Mittellinie noch in der eigenen Hälfte auf. Der Ball lief dennoch gut durch die Reihen des SVO, geduldig wurde die Lücke gesucht, Abschlüsse konnten aber vorerst nur Distanzschüsse (11./R. Kaubek/gehalten, 22./N. Bukowski/gehalten, 27./S. Soleil/gehalten) generiert werden.

Der Gast hegte offensichtlich keinerlei Offensivambitionen und verlor bei eigenem Ballbesitz die Kugel durch eigene Unzulänglichkeiten recht schnell wieder. Aber auch der SVO tat sich weiterhin schwer, in der gefährlichen Zone zum Abschluss zu kommen. J. Dierks probierte es gleich dreimal von der Strafraumgrenze (37./38./gehalten und 39./drüber). Die Koslitz/Weidhaas Elf blieb aber weiter geduldig und versuchte die Defensive auseinander zu ziehen und so zu Fehlern zu zwingen. So beim Torschuss von R. Kaubek, als der Goalie noch stark parieren konnte (43.). Als sich aber erneut R. Kaubek beim Anlaufen den Ball stark eroberte und dem Torwart das Spielgerät durch die Beine schob, stand es dann doch vor der Pause 2:0 für den SVO (45.+1). Kurz danach ging es in die Pause.

Der SVO kam mit sehr viel Schwung aus den Kabinen. Nachdem er schön freigespielt wurde, kam J. Nowak im Strafraum verheißungsvoll zum Abschluss. Sein Versuch in die lange Ecke hatte aber letztendlich zu wenig Speed, so dass der Torwart halten konnte (48.). Der SVO aber nun mit noch mehr Druck als schon im ersten Durchgang. N. Bukowski versuchte es zweimal (52./ und 55./vorbei). Es brannte nun lichterloh im Strafraum der Gäste, die kaum noch Luftholen konnten. Zunächst scheiterte erneut J. Nowak aus kurzer Distanz am Goalie, der blitzschnell ins bedrohte Eck abtauchte und hielt (58.). Der SVO erhöhte weiter die Schlagzahl, bezeichnenderweise war es aber ein 20m Schuss von S. Soleil in den Winkel, der zum 3:0 herhalten musste (61.).

Aber mitten in dieser Drangphase kam der Gast nach dem bis dato ersten und einzigen gut vorgetragenen Angriff zum völlig überraschenden Anschlusstreffer (63.). Es stand plötzlich 3:1, keiner wusste warum und Krewelin lockerte jetzt etwas seine defensive Grundausrichtung, was dem SVO in der Folge mehr Räume in der gefährlichen Zone bescherte. Der SVO hielt durch seinen Offensivdrang die jetzt etwas mutiger werdenden Gäste weitestgehend vom eigenen Gehäuse fern. Bei zwei Versuchen von N. Bukowski (64./gehalten und 67./gehalten) musste der Goalie richtig zupacken, um den erneuten Einschlag zu verhindern.

Auf der Gegenseite kam der Gast nach einem Stellungsfehler in der SVO Defensive im Zentrum zum Abschluss, aber die Kugel trudelte knapp am langen Eck vorbei. Es wäre aber auch des Guten zu viel gewesen (72.). Als sich dann L. Klauke auf der halblinken Seite gut durchspielte, wurde er vom Gegenspieler ohne Chance auf den Ball rüde von den Beinen geholt und musste verletzungsbedingt ausgetauscht werden. Der Gast war mit der gelben Karte in dieser Situation sehr gut bedient, hätte sich aber über eine andere Kartenfarbe nicht beschweren dürfen (75.). Den nachfolgenden Freistoß von C. Kurzius konnte der Torwart aber erneut entschärfen (76.).

In der Schlussphase tat der SVO gegen nun müde werdende Gäste noch etwas für sein ohnehin schon gutes Torverhältnis. Nach einem langen Einwurf kam im Strafraum C. Kurzius zum Abschluss, der mit seinem bereits achten Saisontreffer problemlos auf 4:1 erhöhte (85.). Aber der SVO hatte immer noch nicht genug. Der Torwart konnte sich bei einem Freistoß von N. Bukowski an der Mauer vorbei noch einmal auszeichnen (89.), bevor es dann erneut S. Soleil vorbehalten war, den Endstand zum 5:1 herzustellen (90.+1) und den Dreierpack zu schnüren.

Insgesamt heute eine erneut ordentliche spielerische Leistung des SVO gegen einen nahezu ausschließlich defensiv orientierten Gegner, der zu keiner Zeit wirklich am Spiel teilnehmen wollte. Der SVO behielt auch heute wieder die Ruhe am Ball und wartete geduldig auf die sich bietenden Räume, die sich mit zunehmender Spieldauer auftaten. Das Team holte nun aus den letzten fünf Spielen 13 von 15 möglichen Punkten bei 17:2 Toren und mischt weiter kräftig ganz oben mit. Können diese Stärken weiter konserviert werden, führt der Staffelsieg nur über die SVO-Reserve. Erst in 14 Tagen geht es dann weiter zum schweren Ortsderby zur momentan formstarken SG GW Bärenklau, die momentan auf Platz 4 liegen, bevor es zum Abschluss der Vorrunde zum Topspiel gegen Forst Borgsdorf II kommt.

Dirk Kautz